Vortrag
Donnerstag, 7. März 2024 Schloss Glienicke, Kavalierflügel, Königstraße 36, 14109 Berlin

Buchvorstellung »Der Kronprinz und das Dritte Reich«

Wilhelm von Preußen präsentierte sich gern in Uniform mit Hakenkreuzbinde und im Tête-à-Tête mit Nazigrößen. Dass er für die NSDAP und Hitler eintrat, ist unstrittig. Aber eine nennenswerte Rolle auf dem Weg zur »Machtergreifung« der Nationalsozialisten will er dennoch nicht gespielt haben. In diesem Buch geht der Historiker Dr. Jürgen Luh akribisch genau der Absicht und dem Tun Wilhelms auf den Grund.

Über die Hohenzollern und die Frage, ob sie dem Aufstieg des Nationalsozialismus »erheblichen Vorschub« geleistet haben, ist eine heftige Kontroverse entbrannt. In ihrem Zentrum steht der Exkronprinz Wilhelm von Preußen, dessen öffentliches Auftreten in der Zeit von 1932 bis 1934 auch rechtlich für die Klärung dieser Frage von erheblicher Bedeutung ist. Jürgen Luh setzt sich in präzisen, ganz aus den Quellen gearbeiteten Einzelstudien mit dem Verhalten des Exkronprinzen auseinander und zeigt an belastbaren Beispielen, wie Wilhelm öffentlichkeitswirksam nicht nur für ein Zusammenwirken der alten Eliten mit dem Nationalsozialismus, sondern auch für den »Führerstaat« Hitlers eintrat.

Dr. Jürgen Luh ist Direktor des »Research Center Sanssouci. Für Wissen und Gesellschaft« (RECS). RECS ist eine Forschungskooperation der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, der Universität Potsdam und der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder). Der Verbund stärkt die internationale Vernetzung, Koordination und Förderung von Forschung und Lehre zur Geschichte, Kunst- und Kulturgeschichte Brandenburg-Preußens. Ziel ist es, ausgehend vom geistigen und materiellen Kulturerbe Brandenburg-Preußens, Fragestellungen und Projekte interdisziplinär zu entwickeln und zu bearbeiten, zu präsentieren und mit der Wissenschaft und der Gesellschaft zu diskutieren. Das RECS bietet ein Forum zur Diskussion von Zukunftsfragen einer offenen und demokratischen Gesellschaft.

Mit der Teilnahme an den Veranstaltungen erklären Sie sich einverstanden, dass eventuell entstehende Fotos zur Dokumentation und/oder Pressearbeit verwendet werden können.

Anmeldung erwünscht
bis 28. Februar 2024

Termine
Donnerstag, 7. März 2024, 19:00 – 21:00 Uhr – Termin speichern

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