Julius Troschel: Ruhendes Mädchen, 1842 | © SPSG, Wolfgang Pfauder
Julius Troschel: Ruhendes Mädchen, 1842 | © SPSG, Wolfgang Pfauder
Vortrag
Mittwoch, 26. August 2026 Orangerieschloss, Raffaelsaal

Den Faden aufnehmen. Zwei preußische Bildhauer und ihre Beziehungen nach England: Christian Daniel Rauch und Julius Troschel

Die beiden Kunsthistorikerinnen Dr. Sylva van der Heyden und Dr. Silke Kiesant beleuchten einen Aspekt des künstlerischen Austauschs zwischen dem britischen und dem preußischen Königshof. Christian Daniel Rauch (1777–1857) erfüllte sich spät den Wunsch einer Englandreise. Welche Eindrücke von Land, Leuten und Kunst er dort im Jahr 1850 erhielt, offenbart sein in dieser Hinsicht bislang kaum ausgewertetes Tagebuch. Rauch war kein Unbekannter in Großbritannien, seine vielbewunderten Bildwerke befanden sich bereits in bedeutenden Sammlungen des englischen Adels. Besonders unter dem Gemahl von Königin Victoria, Prinz Albert, gelangten etliche Skulpturen besonders auch preußischer Bildhauer in die britischen Königsschlösser. An einem Beispiel soll dies verdeutlicht werden: »Die schlafende Spinnerin« des begabten Rauch-Schülers Julius Troschel (1806–1863) aus dem Jahr 1860 befindet sich nicht nur im Raffaelsaal des Orangerieschlosses im Park Sanssouci. Schon elf Jahre früher zierte die bezaubernde Marmorskulptur eines fast nackten, schlafenden Mädchens den Geburtstagstisch der Queen Victoria, ein Geschenk ihres Ehemanns Albert. Noch heute steht Troschels »Spinnerin« in Osborne House. Welche Verstrickungen es im Fall dieser Statue gab, verrät der Vortrag, der im November 2025 auf einer Londoner Fachtagung für den britischen Kunsthistoriker und Spezialisten der Skulpturen der Royal Collection, Jonathan Marsden, Aufsehen erregte.

Im Anschluss gibt es die Gelegenheit, die »Spinnerin« und die anderen Marmorwerke im Raffaelsaal ausführlich zu betrachten.

Mit der Teilnahme an den Veranstaltung erklären Sie sich einverstanden, dass eventuell entstehende Fotos zur Dokumentation und/oder Pressearbeit verwendet werden können.

Ort
Orangerieschloss, Raffaelsaal, An der Orangerie 3-5, 14469 Potsdam

Anmeldung erwünscht
bis 18. August 2026

Termine
Mittwoch, 26. August 2026, 18:00 – 19:30 Uhr Termin speichern

Anmeldung per E-Mail