Bildergalerie, Schloss Sanssouci; Samuel Theodor Gericke: 'Bündnis der drei Könige'


September/Oktober/November 2010

Montag, 06. September 2010
Mittwoch, 15. September 2010
Donnerstag, 07. Oktober 2010
Dienstag, 19. Oktober 2010
Ausstellung: Luise. Die Kleider der Königin
Königin Luise war nicht nur für ihre Schönheit bekannt. Sie war auch eine modebewusste Frau. Durch internationale Modejournale inspiriert, nutzte sie die Empire-Mode der damaligen Zeit dazu, ihre Anmut und Weiblichkeit zu unterstreichen. In der dritten Ausstellung zu Luises 200. Todestag werden im Schloss Paretz, 1797 vom Architekten David Gilly für König Friedrich Wilhelm IV. und seine Frau errichtet, ihre originalen Kleider zu sehen sein. Darunter befinden sich Tageskleider, Abendroben, Reitkostüme, Ballkleider und Pelze, außerdem Accessoires, Schals und Hüte, die erstmalig wieder in dieser Gesamtheit zu sehen sind. Die beiden Kuratorinnen der Ausstellung, Dr. Barbara Hedinger und Adelheid Schendel, sowie die wissenschaftliche Volontärin Dr. Ute Koch führen uns durch die Ausstellung.


Donnerstag, 09. September 2010
Donnerstag, 14. Oktober 2010
Gärten: Stibadium im Paradiesgarten
Der Schinkel-Schüler Ludwig Persius errichtete 1846 im Auftrag und nach Skizzen des Königs Friedrich Wilhelm IV. das Stibadium im Paradiesgarten als romantischen Ruhesitz in der Form eines Atriums. Das Stibadium wurde zwischen 2008 und 2009 saniert und das gärtnerische Umfeld wieder hergestellt. Außerdem konnten die farbigen Glasvasen, die sich ursprünglich in den 40 offenen Feldern des Frieses am oberen Gebäudeabschluss befanden, in Böhmen rekonstruiert werden. Im September 2009 wurde das Stibadium feierlich wieder eingeweiht. Mehr zur Bau-, Restaurierungs- und Gartengeschichte dieser romantischen Parkarchitektur berichtet uns die Denkmalpflegerin Astrid Fritsche. Die bauliche Ausstattung mit Sandstein-Pergola, Wassertreppe und Stibadium steht in engem Kontext zu der gärtnerischen Gestaltung. Abgerundet wird die Führung durch einen Beitrag des Restaurators für Wandfassung Andreas Liebe. Er erklärt uns die Maßnahmen, die zum Erhalt dieser Wandfassungen in den vergangenen Jahrhunderten durchgeführt wurden, und stellt uns das aktuelle Restaurierungskonzept vor.


Mittwoch, 22. September 2010
Mittwoch, 06. Oktober 2010
Sammlungen: Bildergalerie
Der Wunsch Friedrichs des Großen, seine wertvolle Gemäldesammlung auszustellen, zu erweitern und damit auch die Residenz Sanssouci aufzuwerten, führte 1755 zum Bau der Bildergalerie. Sie wurde auf der östlichen Seite des Weinberges schräg unterhalb des Schlosses Sanssouci errichtet. Der Baumeister Johann Gottfried Büring schuf ein Pendant zum westlich gelegenen Orangenhaus, den späteren Neuen Kammern. Das langgestreckte Gebäude wirkt von außen eher schlicht. Im Inneren jedoch wurden die Säle mit gelbem und weißem Marmor, vergoldeten Stuckarbeiten und Skulpturen prunkvoll ausgestattet. Viele der Gemälde, die in vergoldeten Rahmen in dichter Hängung ausgestellt sind, wurden eigens für die neue Bildergalerie erworben. 1770 beherbergte sie 168 Gemälde; zu den bedeutendsten gehören „Der ungläubige Thomas“ von Caravaggio, die „Amazonenschlacht“ von Peter Paul Rubens und „Der Tod der Cleopatra“ von Guido Reni. Wie durch ein Wunder erhielt die Stiftung im Juni 2010 aus Privatbesitz über ein Berliner Auktionshaus zehn kostbare Gemälde zurück. Sie hatten bis 1942 ihren Platz in der Bildergalerie und galten seit 1945 als verschollen. Darunter befinden sich Werke aus der Werkstatt von Peter Paul Rubens, sowie von Antoine Pesne und Jean Raoux. Die Kustodin für Gemälde Dr. Nina Alexandra Bauer führt uns durch die Bildergalerie.


Freitag, 05. November 2010
Freitag, 12. November 2010
Sammlungen: Skulpturendepot und Skulpturenwerkstatt
Im Frühjahr 2011 soll das Französische Rondell an der Großen Fontäne im Park Sanssouci fertiggestellt sein. Zwei Kopien, Venus und Merkur, wurden bereits im Juli an der Großen Fontäne aufgestellt. Die beiden letzten Skulpturen, die noch in der Skulpturenwerkstatt auf dem Schirrhof der Stiftung stehen, symbolisieren die Elemente Feuer und Wasser. Es handelt sich bei ihnen, ebenso wie bei Merkur und Venus, um Kopien der Originalbildwerke, die heute im Berliner Bode-Museum stehen. Sie wurden von Potsdamer Bildhauern aus Carrara- Marmor angefertigt. In der Skulpturenhalle befinden sich außerdem antike Bildwerke, Fragmente des Potsdamer Stadtschlosses und Bildnisbüsten des 19. Jahrhunderts. Die Kustodin für Skulpturen, Saskia Hüneke, und die Leiterin der Skulpturenwerkstatt, Kathrin Lange, führen uns durch die Werkstatt und das Depot.


Donnerstag, 18.November 2010
Donnerstag, 25. November 2010
Bibliothek: Knoll-Bibliothek
Die Bibliothek Knoll ist die größte zusammenhängende private Sammlung friderizianischer Literatur von und über Friedrich II. Sie umfasst rund 9.000 Bände, darunter Werke von Friedrich II., Flugschriften aus dieser Zeit, sowie Bücher über preußische Geschichte, Werke Voltaires, Bücher über die Aufklärung und weitere. Dr. Gerhard Knoll war lange Zeit Leiter der Handschriftensammlung der Universitätsbibliothek in Bremen. Mit großer Fachkenntnis trug er über 50 Jahre lang diese bedeutende Sammlung zusammen. Sein Hauptaugenmerk lag dabei auf der Rezeptionsgeschichte bis in die heutige Zeit hinein. Die Bibliothek Knoll ist die größte zusammenhängende private Sammlung friderizianischer Literatur von und über Friedrich II. Sie umfasst rund 9.000 Bände, darunter Werke von Friedrich II., Flugschriften aus dieser Zeit, sowie Bücher über preußische Geschichte, Werke Voltaires, Bücher über die Aufklärung und mehr. Dank der Unterstützung auch des Museumsshops der Freunde der Preußischen Schlösser und Gärten GmbH über die Freunde konnte die Bibliothek für die Stiftung gewonnen werden. Die Führung durch die Knoll-Bibliothek, die in der Villa Lignitz eingerichtet wurde, übernehmen Dr. Jürgen Luh, der bei der Stiftung für Wissenschaft und Forschung zuständig ist, und die Bibliothekarin Sabine Scheidler.